ich schreibe
last update Juni 2007

Van Gogh: Getreidefeld mit Raben,1890


was genau: von 1994 bis 2003 hab ich Gedichte geschrieben, ein Weihnachtsmärchen von 1995 findet man im Archiv
was es für mich bedeutet: mehr eine Art Gedanken "schöner" auszudrücken, als Kunst zu erzeugen.
aktuelles:
keine Ahnung ob mal wieder was Neues kommt
Meine „Favorits“
Eine Spur von Verliebtheit(1996) So viele Tropfen tropfen(1996) Zwei Arten(1998) Liebeskampf(1998)

G
edichte von 1996-2003
Gerechtigkeit (1996) Frage(1996) Schlaflied(1996) Endlich wieder Frühling(1996) menschlich (1996) Geruch (1996) Wunsch nach Liebe (1996) lustlos (1996) Du (1996) Ich begehre(1997) Deine Hand(1997) Sensibilität(1997) Liebesbrief(1997) Was du für mich bist(1997) Diktatur (1998) Aus der Fassung (1998), Mein Herz (1998) Wer bist du (1998) Unruhe(1999) an den Klippen(1999) Ein Schmerz in meinem Herz(1999) Neue Liebe... (2000) Die Angst vorm Morgen( 2001) Romantische Mathematik oder Wir sind mehr (2003)

Gedichte von 1994-1995

Finster is (1994) Jahreswende (1994) 1.Jänner 00:00 oder Die Hoffnung (1995) Kärntner Sonne (1995) Verliebt (1995), Angst (1995) Aufwachen (1995) Gefühllosigkeit (1995) Freude, lachen und viel mehr (1995) Warten (1995) Impressionen (1995) Wo bin ich? (1995) Ein anderes Erwachen (1995) Die Zeit mit Dir (1995) Ein Liebesgedicht (1995) Wenn es Abend wird (1995) Genießen (1995) Eine Stimmung (1995) Ungewißheit (1995) Die Angst vor dem sich Freuen (1995) Glück(1995) Die Welt ist rund (1995) Über das Schreiben (1995) In Erinnerung an Griechenland (1995) Urlaubsassoziationen (1995)


Meine „Favorits“
Eine Spur von Verliebtheit
Es ist wie ein winziges Feuerchen.
Im Wald leuchtet es Bäume und Felsen an.
Es will nicht gleich den ganzen Wald verbrennen.
Nein, es flackert nur klein vor sich hin.

Doch manchmal erhebt sich doch eine Flamme etwas höher als die anderen.
Sie erhellt die Gesichter der Menschen, die ums Feuer sitzen.
Dann blicken die Gesichter einander an.
Sie wärmen einander, so wie das Feuer.

Ich kenne so ein Feuer von früher.
Und doch ist es anders.
Denn die Menschen rundherum sind anders.
Sie sind so ruhig und schön.

Wie eine Spur von Verliebtheit.

Mödling am 24.11.1996 um 11.37


So viele Tropfen tropfen
Tropfen tropfen,
tropfen wie das Leben,
tropfen in mein Herz hinein.

Manchmal tropfen Tropfen
tief ins Herz.
Das Herz wird leer.
Tropfen schlagen tief hinein.
Tropfen rinnen dann wie Tränen.
tropfen, tropfen,....
Das Herz wird leer.

Manchmal tropfen Tropfen
auf den Keim.
Leben wächst.
Tropfen sind so sanft, so zart.
Tropfen streicheln dann wie Hände.
tropfen, tropfen,....
Leben wächst.

Manchmal tropfen Tropfen
immer gleich.
Alles gleich.
Tropf um Tropf.
Tropfen sind dann wie die Tage.
tropfen, tropfen,....
Alles gleich.

Manchmal tropfen Tropfen,
hüpfen wild um sich.
Körper gehen dann wie Tropfen.
Tropfen ineinander tropfen.
Tropfen feucht wie warme Lippen.
tropfen, tropfen,....
Körper gehen dann wie Tropfen.

Tropfen tropfen,
tropfen wie das Leben,
tropfen in mein Herz hinein.

Mödling am 20.5.1996 um 15.25


Zwei Arten
Es gibt
zwei Arten
sich zu verlieben.

So wie
ein großer Waldbrand
schnell erfaßt er alle Bäume,
genug ist da,
was ihn entflammt.
Ganz hell, ganz feurig,
ist’s um ihn.
Doch dann alle Bäume,
sie sind verbrannt,
nichts mehr ist da,
und so,
verendet auch das Feuer.

Doch auch
Wie eine kleine Flamme,
kann‘s beginnen,
die sanft die Dunkelheit erhellt.
Nur schüchtern, langsam
steckt sie an
was immer man,
ihr nahe bringt.
Nun etwas mutiger,
beginnt sie selber nun zu suchen,
Blätter und Äste,
die sie entflammen kann.
Zum Feuerchen geworden,
brennen nun Bäume,
die man ihm in den Weg gebracht,
so daß man nicht mehr weiß,
schmiegt sich das Feuer um die Bäume,
sind Bäume die sich nun ins Feuer legen.
In jedem Fall vereint,
das Feuer wächst,
so lang
so lang es noch was gibt,
auf dieser Welt.

Mödling am 22.10.1998 um 10:20


Liebeskampf
Mein erster Kampf
war Liebe.
Meine erste Liebe
war Kampf.

Aber
Es ist ein schöner Kampf,
den ich führe
Und eine schöne Liebe,
für die ich kämpfe.

wunderbare Schlachten
aufstehen nach Niederlagen
ringen nach Glück
...
Das ist mein Kampf,
meine Liebe.

Auch
mit Gedanken und Hoffnung
kämpfe ich:
„So laß den Kampf beenden,
die Liebe bleibe mir.“

Doch im Kampf wird mir klar:

„Endet der Kampf,
so endet die Liebe“

So kämpfe und liebe ich,
noch heut.

Mödling am 28.4.1998 um 15:15



Gedichte von 1996-2003
Gerechtigkeit
GE-RECHT-IG-KEIT

Recht bekommen,
einfach so, um der Gerechtigkeit willen.

Ist das das Recht
genauso viel Geld zu bekommen wie dein Bruder?

Ist das Gleichbehandlung
oder Gleichmachung?

Ist das von jemanden geliebt zu werden,
nur wenn man sich's verdient,
oder auch wenn man Fehler macht.

Und ist es Gerechtigkeit
nicht geliebt zu werden,
obwohl man sich's verdient -
von jemanden, der die liebt,
die Fehler machen?

Gerechtigkeit.
Vielleicht ist es gerecht,
daß jedem einmal
das Recht auf Gerechtigkeit genommen wird.

Es ist wohl gerecht so, daß man es mir nimmt.

Mödling am 21.1.1996 um 22:50


Frage
Er lästert über andere Frauen,
doch er liebt sie.

Was muß ich tun, daß er auch über mich lästert?

Mödling am 21.1.1996 um 23:16


Schlaflied
Mach Augen zu,
doch laß sie auch offen für Träume.

Verschließe die Ohren vor den Geräuschen des Alltags,
doch lausche den nächtlichen Stimmen.

Die Welt, die äußere, laß gehen
und eröffne dein Inneres.

Wiege dich in dir selbst,
schlafe nicht nur,
sondern suche nach dem Inneren,
sodaß du morgen
etwas davon nach außen tragen kannst.

Mödling am 24.2.1996 um 13:30


Endlich wieder Frühling
Schneeflecken, die immer kleiner werden.
Ein Vogel, der über die Dächer fliegt.
Ein Sonnenstrahl durchs Fenster.
Ein warmer Luftzug bläst die Haare aus dem Gesicht.
und der Frühling hat begonnen.

Hier um mich herum ist er,
der Frühling.
Doch langsam kommt er auch in mich hinein.

Das Vogelgezwitscher dringt in mein Ohr.
Neue Düfte ziehen in meine Nase.
Ich sehe sie, die feinen grünen Blätter.
Sonne wärmt meine Zehenspitzen.

Und Frühling erfüllt mich -
jede Minute ein Tropfen mehr,
bis ich ganz voll bin.
Endlich wieder Frühling.

Mödling am 27.2.1996 um 9:35


menschlich
Frühling kommt,
obwohl ich weiß, daß er hoffnungslos ist,
er macht mich glücklich.

Mödling am 7.3.1996 um 7:05


Geruch
Manchmal bläst er nur leicht an mir vorbei.
Kaum zu erfangen.
Kaum zu erhaschen.
Aber dann kommt er.
er erregt mich
er beruhigt mich
er befreit mich
und
er ist da,
für mich allein.

Deinen, hab ich ganz besonders gern.

Mödling am 7.3.1996 um 18:50


Wunsch nach Liebe
Sich ersehnen, etwas
doch was?
Liebe.

Will ich sie nehmen und einfangen?
Will ich sie lieber geben, verteilen?
Will ich Zärtlichkeit, Geborgenheit?
Will ich Befriedigung, Sexualität?
Will ich meinen Trieb ausleben?
Will ich Einsamkeit überwinden?
Will ich Probleme dem Geliebten übergeben?

Ich weiß nicht, was ich will.

vielleicht alles,
vielleicht Liebe:
mit dir, von dir, für dich.
Oder wen anderen?

Mödling am 12.3.1996 um 9:50


lustlos
lustlos
und trotzdem
voll
Lust

Lust zur Lust
will
Lustlosigkeit
verdrängen

doch ohne
Lust
geht nichts

nichteinmal
Lust

Mödling am 9.4.1996 um 22:10


Du
Jetzt dich hier
bei mir
voll und ganz.

dich berühren
dich umarmen
dich küssen

sodaß ich
deinen Geruch trinken kann
mich an deiner Haut wärmen kann
deinen Körper schmecken kann

Jetzt dich hier
bei mir
voll und ganz.

Doch wer bist du?

Mödling am 29.4.1996 um 16:24


Ich begehre
Ich begehre dich

ich begehre

deinen Geruch
deine Brust

deine Kraft
dein Mich - Anfassen
dein Mich – An - Dich - Drücken
dein Mich - Kneten

deine Erregung
dein Stöhnen
deinen Atem

deinen Mund
deine Zunge
deine Zähne
deinen Speichel
deine Lippen

deine großen Augen
deine Wimpern
deine Stirn
deine Haare
deine Ohren
deine Wangen
deinen Hals

dein Küssen

deine Hände
deinen Bauch
deinen Schoß
deinen Hintern
deinen Beine
deine Kniekehlen

und auch
deine Zehen

ich begehre
ich begehre dich

Mödling im Februar 1997


Deine Hand
so klein
so zart
und doch so viel

ihre Finger schieben sich zwischen meine
drücken sie fest
kommen und gehen

ihr Rücken wandert über mein Gesicht
sanft über meine Stirn meine Wangen und Ohren
streicht die Haare aus dem Gesicht

ihre Handfläche an meinem Bauch bis zu meiner Brust
drückt und hält mich
sanft und wild

Deine Hand
so klein
so zart
und doch so viel

Mödling, am 17.2.1997 um 18:30.


Sensibilität
Von Zeit zu Zeit,
von Mann zu Mann,
erwacht sie,
die Sensibilität.

Wenn es wieder einmal so weit ist:
ein Funke ein Gefühl so zart.
Wie Sand zwischen den Fingern,
wie ein Windstrich im Sonnenschein.

Wenn die Zeit und der Mann kommt,
daß es in mir kribbelt,
daß es in mir wächst,
sodaß es die Sensibilität erwachen läßt.

die Sensibilität
für das wunderschöne auf der Welt
auch für das Traurige,
sodaß ich mit Tränen in den Augen lächeln muß.

Eine Träne die langsam über die Wange läuft,
sich in den Lippen des Mundes fängt,
von der Zunge lächelnd empfangen,
salzig mit dem Speichel verschmilzt.

Ein Blick voll Sehnsucht
kommt von weit zum Menschen,
schweift über die Schönheit des Körpers
bleibt an den Augen hängen, wo er in die Tiefen des anderen dringt.

Lippen die zueinanderfinden,
sich kaum berühren
vermittelt der zärtliche Druck doch so viel
so viel an Zuneigung und Begierde.

Musik erweckt Erinnerung-
sie nimmt den Körper ein
er versucht sie mit Bewegungen zu halten,
daß auch jede kleinste Haarspitze Vergangenes spüren kann.


Die Zeit, der Mann kam-
hat diese Sensibilität erweckt,
die soviel Schönes spüren läßt
und mich die Welt neu entdecken läßt.

Mödling am 28.7.1997 um 18:05 (und später)


Liebesbrief
Ich mag dein nervendes Gehabe.
Ich liebe es, wenn du dein Gesicht verzerrst.
Es ist schön, wenn du anderer Meinung bist.

Danke, daß du nicht so bist, wie ich es mir wünsche.

Mödling im Herbst 1997


Was du für mich bist
Wie lieb ich dich hab
es ist kaum zu sagen.

Was du für mich bist
so vieles und mehr.

Wie die rote Sonne an einem Wintermorgen.
Wie der Duft von Weihnachten.
Wie Schnee der in der Sonne glänzt.
Wie ein Blatt im Frühling.
Wie ein Windzug in der Hitze.
Wie ein Polster in der Müdigkeit.
Wie ein verschlafenes Lächeln.
Wie ein kribbliges Kitzeln.
Wie die Färbung im Herbstwald.

Was du für mich
bis so vieles und mehr.

Du bist für mich
wie das was ich brauch’.
Ich liebe dich.

Mödling, im Herbst 1997


Diktatur
Du
bestimmst mein Denken,
wenn ich frühmorgens aufwache.

Du
bestimmst mein Handeln,
ich tue es für dich.

Du
bestimmst meine Gefühle,
sei es Freude, sei es Angst.

Du
mein Diktator,
ich liebe dich.

Doch,
bin ich es,
die sich dieser Diktatur unterwirft?

Mödling am 7.5.1998 um 9:43


Aus der Fassung
Du
bringst mich aus der Fassung.

Kein klarer Gedanke,
dein Gesicht lächelt mich im Gedanken an,
bringt mich aus der Fassung.

Kein klares Handeln,
dein Körper drängt sich dazwischen,
bringt mich aus der Fassung.

Kein klares Atmen,
dein Geruch betäubt mich,
bringt mich aus der Fassung.

Kein klares Hören,
deine Stimme ist lauter,
bringt mich aus der Fassung.

Noch nie hab ich’s so erlebt,
auch das,
bringt mich aus der Fassung.

Nur eins ist klar:
Ich liebe dich.
Das,
bringt mich aus der Fassung.

Mödling, am 7.5.1998 um 10:05


Mein Herz
Ich möcht‘ ein Herz in mir,
ein Herz,
das hüpft vor Freude,
wild springt,
laut pocht an deiner Tür.
Und dann wenn‘s bei dir ist,
mit deinem Herz
gemeinsam schlägt,
dann ins sanfte Weich sich legt,
ganz ruhig wird,
und mit deinem friedlich einschläft.

Doch heut‘,
mein Herz,
es sucht noch dich.

Mödling am 11.10.1998 um 23:29


Wer bist du?
Wer bist du,
dass du mit nur einem Wort,
mich aufgeweckt hast,
aus meinem tiefen Schlaf.

Wer bist du;
dass du in einem Augenblick,
alles in mir aufwühlst,
was so geordnet war.

Wer bist du,
dass du mit so wenig,
in mir so viel bewirkst,
was ich noch nie erlebt.

Wer bist du?
Ich hab dich lieb.
Ich kenn‘ dich nicht.
Doch,
ich danke dir.

Mödling am 3.12.1998 um 16:25


Unruhe
Unruhe in mir.
Da will was hinaus,
will schreien,
leuchten
sich bemerkbar machen.

Doch
soll‘s noch nicht-
hinaus.
Es wär‘ zu viel
für all die Menschen,
die rundum sind.

Ein klein wenig
macht sie sich
doch
bemerkbar-
zuerst nur in den Fingerspitzen,
ein Kribbeln,
kalt läuft‘s mir über den Rücken,
die Knie sind weich,
das Gesicht heiß.

Ja.
Ich spüre dich,
du Unruhe.
Doch was ...
Was willst du mir sagen?
Was willst du mir bringen?
Obwohl‘s was Schönes ist,
so denk ich,
bedrückst mich doch,
es kann nicht raus.

Ist’s Liebe?
Ist’s Angst?
Vielleicht
von beiden ein wenig,
doch im Gesamten,
unfaßbar groß,
so groß,
daß‘ mich ganz unruhig macht.

Mödling am 25.3.1999 um 18:45


an den Klippen
Sitze hier,
Hier am Rand der Klippen.
Weit das Meer.
Hat keine Ende,
Noch einen Anfang
Es scheint als würde alles sanft doch stetig zu mir strömen,
Bewegt durch den Wind,
der mir auch ins Gesicht bläst.
Aufgeregt kreischen die Vögel,
Ziehen ihre weiten Kreise
doch verglichen mit der Unendlichkeit des Meeres sind sie so unfaßbar
klein.
Nicht so aufgeregt wie die Vögel,
aber doch regt sich etwas in mir,
bei dem Gedanken,
dass dieses Meer dich zu mir bringen wird.

Bray am 10.7.1999 um 11:30


Ein Schmerz in meinem Herz
Ein Schmerz in meinem Herz,
so groß,
so groß wie meine Liebe zu dir.

Er erfüllt meinen ganzen Körper,
mein Sein,
so wie es auch diese Liebe tut.

Du bist nicht da.
Du!
Du bist so weit fort.

Aber ich bin bei dir,
doch ich,
ich kann dich nicht erreichen.

Eine Träne des Schmerzes,
auch,
einen Träne für die Erinnerung.

Ich will dir geben was du brauchst,
doch du,
brauchst mich gerade nicht.

Und ich weiß, dass es gut so ist,
und doch,
ein Schmerz in meinem Herz

Blackrock, am 5.8.1999 um 24:05


Neue Liebe...
Neue Liebe,
du, ich suche dich...

ein Freudensprung,
wenn du mich anlächelst
ein Stich im Herzen,
manchmal warm, manchmal schmerzhaft

diese unendliche Spannung,
das Kribbeln,
die Ungewißheit,
die einen bis in die kleinste Zehenspitze erfüllt,
zittern läßt.

Sehnsucht,
du, ich suche dich...

das Aufraffen müssen,
um dich zu gewinnen
das Kämpfen,
immer und immer wieder

kalt läuft es mir über den Rücken,
nichts ist selbstverständlich,
alles verdient einen Freudensprung,
DAS- will ich in mir spüren,
doch Angst hab ich, dich dabei zu verletzten.

Mödling am 3.11.2000 um 8:15


Die Angst vorm Morgen
Angst!
Warum?
Zerrissen bin ich,
werd ich’s schaffen,
ja ich will’s,
dann ist’s vorbei
geschafft- JUBEL!

Doch!
Wenn nicht:
Versagt!
Warum nicht geschafft,
nach so viel Arbeit,
eingesperrt in diesem Raum
voll Neonlicht und orangen Plastik.

Ich muss,
ich muss es schaffen,
mein Bestes geben.

Du musst nicht!
Doch all die Mühen,
und mein Bestes,
es reicht nicht.

Was ist der Sinn daran,
frag ich.

Mödling am 17.12.2001


Romantische Mathematik oder Wir sind mehr
Ich bin Ich
Du bist Du
Wir sind
Du und Ich
Wir sind nicht
Du, Ich
Wir sind mehr
Wir sind
Du und Ich
Gut so

Ich bin
eins
Du bis
eins
Wir sind
zwei
Wir sind
eins
Wir sind
Eins und zwei
Wir sind
drei?
Wir sind mehr

Mödling am 12.7.2003 um 24:00


Gedichte von 1994-1995
Finster is'
Finster is'
so lieg' ich hier -
wär' gern' bei Dir

Finster is'
ich bin allein
in Deinen Armen möcht' ich sein

Finster is'
ein Auto fährt vorüber -
wer ist's - ich bin allein

Finster is'
so Finster - seh' nicht, daß ich allein
SCHÖN!

Finster is'
ich schlafe ein.

Mödling am 18.12.1994 um 22:20


Jahreswende
Ach, wie ist es doch so schön!
Weihnachten, Kerzenglanz,
Freud kommt auf,
für einen Moment ist sie da - GANZ!
Ach, wie ist es doch so schön!

Ach, wie ist es doch so schön!
denkt man kurz an arme Leut',
weg damit - ist's grad so schön!
Die Familie ist nun hier,
endlich Friede, endlich Schnee.
Ach, wie ist es doch so schön!

Ach, wie ist es doch so schön!
Weihnachtstage gehn vorbei,
Man genießt's, das süße Leben.
Bald ist auch das Jahr vorbei,
jeder gibt sich seinen Segen.
Ach, wie ist es doch so schön!

Ach, wie ist es doch so schön!
DOCH wird weitergehen der Alltag.
Wünsche hat man jedes Jahr
Ist das wirklich denn so schön?

Ach, vergiß, es ist Silvester,
Feiern, Tanzen und viel Spaß.
Und wir werden Neu's erleben.
Ach, wie ist es doch so schön!

Kärnten am 29.12.1994 um 23:59


1.Jänner oder die Hoffnung
Jetzt beginnt das Neue Jahr,
und viel Wünsche sind jetzt da.
Man hat Hoffnung, wünscht viel Glück,
denkt ans alte Jahr zurück.

Doch ich möcht' nicht wieder hoffen,
und mich freu'n wie jedes Jahr,
denn es wartet nur der Alltag,
der ist da, und wirklich wahr.

Kärnten am 5.1.1995 um 12:31


Kärntner Sonne
Sitz in der Sonne,
doch mich friert's.
Ist ja der Winter noch nicht um -
doch innerlich, da ist mir warm.

Die Sonne hier,
sie gibt mir Freud, auch Phantasie:
wie wär's denn jetzt im warmen Süden?
Doch hier leb' ich und bin zufrieden.

Ein Sonnenstrahl,
er wärmt ja doch die Hand,
die jetzt bereit,
was Neues zu erleben.

Mödling am 14.1.1995 um 14:20


Verliebt
Es sprießt
es fließt
es wurlt
mein ganzer Körper ist voll Energie

vollgefüllt mit Gefühlen
ist mein Körper
durchströmt von Angst und Hoffnung

da bin ich glücklich wie noch nie
und gleich darauf auch wieder traurig

doch schön ist es, so voll zu sein.

Mödling am 20.2.1995 um 21:57


Angst
Angst rinnt hinter meinem Rücken,
an dem "Gefüge von Körper" herunter.

Angst, die bedrängt mich von allen Seiten,
schließt mich ein.

Ich bin gefangen ,
zapple und kämpfe,
kann nicht einmal schreien.

Meine Brust ist zerdrückt von Gefühlen
ich kann nicht atmen - nur ganz wenig.

Doch SIE zeigt mir, daß ich lebe.

Mödling am 23.2.1995 um 12:39


Aufwachen
Tief verschlummert bin ich in meinem Schlaf,
manchmal wiegt ein Traum mich hin und her.
Dann lieg' ich da, bin plötzlich wach,
hör hier die Vögel, dort Musik.

Gemütlich in mein Bett verhüllt,
beginn' ich Pläne nun zu schmieden.
„Was wird der Tag mir nur bescheren?
Ach ist egal, ICH mach was d'raus“
so steh ich auf und bin ganz wach,
der neue Tag hat nun begonnen.

Mödling am 31.3.1995 um 7:35


Gefühlslosigkeit
SIE kommt von ganz innen.
SIE kommt von ganz drinnen.
und SIE frißt sich langsam,
ganz langsam aus dem Körper heraus.

wenn SIE in die Arme kommt-
alles ist so schwer,
Meine Arme wollen nichts mehr tun.

wenn SIE in den Mund kommt-
Ich will meine Lippen aneinanderpressen,
doch auch sie sind schwer.

Aber in den Kopf, da frißt SIE sich ganz tief hinein.
da wurlt es
und ich will nichts
GAR NICHTS

Doch der Kopf ist voll,
voll von Gefühlen der Gefühllosigkeit.

Weg- geh weg! DU Gefühllosigkeit!

Doch SIE ist da, wie ein Gefühl,
man kann nur hoffen, sie nicht zu fühlen.

Mödling am 27.4.1995 um 17:48


Freude, Lachen und viel mehr
Freude, Lachen und viel mehr,
Glück, das fließt so durch die Adern.

Meine Arme schlagen wild um sich,
denn vor Freude wollen sie fliegen.

Mein Gesicht, es strahlt und lacht,
warm ist es und rot - wie Äpfel.

SO möcht' ich die Welt umarmen
und das Lachen mit ihr teilen.

Rennen, schreien und durch das Lachen
ALL'S erfreuen.

Mödling am 29.4.1995 um 10:45


Warten
Warten auf das Ungewisse.
Was wird sein?
Warten auf das Schöne
oder vielleicht
Warten auf das Unglück.

Ein Schauer umhüllt meinen Körper,
soll ich hoffen oder fürchten.
Wer wird sein - Freund oder Feind?
Wann wird sein - jetzt oder später?
Wieviel wird sein - nichts oder alles?
Was wird sein?

Ich kann nur warten, warten, warten, ...

Mödling am 1.5.1995 um 19:00


Impressionen
Ein sanfter Wind,
er weht an meinem Gesicht vorbei,
er wärmt, streichelt,
erinnert an die Weite.

Sonne, die mich träumen läßt,
ich wiege mich in ihrer Wärme,
sie ist da, für mich!

Musik läßt mich schwingen,
mein Körper, ICH bin froh.

Natur, ich rieche sie, höre sie,
FÜHLE sie.
Das ist gut.

Mödling am 7.5.1995 um 19:20


Wo bin ich?
Ist das hier die Wirklichkeit?
ich bin hier - doch hier, was ist das?
Reize dringen auf mich ein.

Musik, ich höre sie.
Hitze, ich spüre sie.
Müdigkeit, sie erdrückt mich.

Was ist das, wo ich bin?
Eingezwängt zwischen Allem und Nichts.

Manchmal - jetzt - will ich da raus.
Doch wo hinaus und wo hinein?
In einen anderen Traum oder eine andere Wirklichkeit?

Ich frage und bleibe trotzdem hier -
wo ich nicht weiß, wo ich bin.

Mödling am 9.5.1995 um 16:10


ein anderes Erwachen
Aufwachen und nicht aufspringen wollen.
Keine Freude
Keine Lust
Kein Mut
etwas zu tun, was einen weiterbringt.

Nur schlafen will ich,
die Sorgen verdrängen.

Ich will nicht in den Tag hineinsteigen
dort, wo alle fröhlich sind -
ich will dort nicht sein.

Raus muß ich doch,
und vielleicht kommt auch ein Lächeln über meine Lippen
an diesem Tag.

Doch das Erwachen,
das war da -
und es wird mir keiner nehmen.

Mödling am 11.5.1995 um 8:57


Die Zeit mit Dir
Ich sitze hier
und denk an Dich,
denke und träume,
doch Du bist nicht da.

Da sagen manche, ich vergeud' die Zeit
mit Denken, Träumen, vielleicht Traurigsein.
Doch ich brauch' sie,
die Zeit mit Dir.

Doch Du - brauchst Du sie auch?
die Zeit mit mir.
In meinen Träumen, da brauchst Du sie -
unsere Zeit - und uns.

Doch ich - ich will nicht träumen.
Will lieber mit Dir sein
die ganze Zeit -
die Zeit, die ich heut' nur verträum.

Mödling am 14.5.1995 um 11:00


Ein Liebesgedicht
Ich liebe Dich,
doch was ist es genau was ich liebe?

Deine Augen, sie sind schön,
aber sie sind nicht der Grund meiner Liebe.

Dein Geruch, er beruhigt mich,
doch deswegen lieb ich Dich nicht.

Deine Stimme, sie ist wunderbar,
aber verliebt hab ich mich nicht in sie.

Dein Lächeln, das mich ansteckt,
es erinnert mich an das Lächeln guter Menschen.

Dein Humor, er macht mich unbeschwert,
doch ich kann auch über den Witz eines Feindes lachen.

Deine Nachdenklichkeit, ich mag sie,
doch auch ich bin nachdenklich.

Ich glaube,
DU bist es, den ich liebe-
der Rest, der verschönert nur das Leben.

Mödling am 18.5.1995 um 14:27


Wenn es Abend wird
Wenn es Abend wird
und die Sonne noch nicht ganz hinterm Berg verschwunden ist,
dann genieß ich noch die letzte Wärme,
dann lächle ich noch einmal in die Ferne,
die Vögel zwitschern noch ein wenig,
das Treiben der Menschen wird langsamer.

Es wird ruhig,
und eine friedliche Stille läßt den Abend einkehren.

Mödling am 22.5.1995 um 19:05


Genießen
Das Leben genießen,
auch wenn es Lücken hat.

Was genießen? fragt da einer.
Einfach alles!

Die Sonne oder den Regen,
die Gefühle, die Dich bewegen.
Den Geruch von hier,
vielleicht auch den Geschmack von Bier.
Die Freude auf morgen,
aber auch all Deine Sorgen.

Genieße einfach das Genießen!
Du wirst sehen - Du wirst es genießen.

Mödling am 1.6.1995 um 15:07

Eine Stimmung
Eine Stimmung,
sie kommt und geht.

Sie zerdrückt mein Herz,
das immer schwerer wird.
Alles erfüllt sich mit Angst,
die ich nicht beseitigen kann,
weil ja alles,
meine Energie, mein Körper, mein Denken
zerdrückt ist -
zerdrückt von einer Stimmung.

Manchmal aber,
da läßt mich Stimmung schweben.
Ich bin ein Blatt im Wind.
Ich tanze und singe.
Ich bin eingehüllt von Freude.
Mein Körper ist voll Energie.
Alles bewegt sich
und ich bin froh.

Nur jetzt,
jetzt fehlt die Energie.
Ich schwebe nicht.

Mödling am 3.6.1995 um 11:28


Ungewißheit
Ungewißheit kann erdrücken.
Man weiß nicht wer?
Man weiß nicht was?
Man weiß nicht warum?
Man weiß nicht wie?

Heute, jetzt, genau in dieser Minute
erdrückt sie mich.
Traurig macht mich dieses Gefühl,
das den Kopf schwer sein läßt,
den Körper frieren läßt,
die Hände zittern läßt.

nur Du könntest mir helfen
nur ist es ungewiß,
ob Du kommst.

Mödling am 5.6.1995 um 12:54


Angst vor dem Sich-Freuen
Ich denke manchmal
das Leben ist schön
und freue mich es erleben zu können.

Doch dann kommt die Angst,
die Angst vor dem Sich-Freuen.
Wenn man sich zu sehr freut,
ist eine Enttäuschung groß.

Und trotz der vielen erlebten Enttäuschungen
kann ich mich immer wieder freuen.
Doch die Angst ist da.

Mödling am 5.6.1995 um 19:45


Glück
Das Glück in sich zu haben,
darauf zu schweben
darauf zu fliegen

das ist wie ein Sonnenaufgang
nach einer durchgemachten Nacht

das ist wie ein Schmetterling,
der einem vor der Nase herumfliegt

das ist wie ein Bauchkrampf,
den man vom Lachen bekommt

doch eigentlich ist das Glück unbeschreiblich-
einfach da ist es.

Mödling am 25.7.1995 um 10.41


Die Welt ist rund
Die Welt ist rund,
und ich war unglücklich,
von Gefühlen geplagt.

Doch jetzt seh ich die Welt ganz anders,
ihre Rundheit macht mir Spaß.
Ich bin glücklich auf dieser Runden Welt.

Alles ist gleich geblieben,
noch immer ist sie rund - die Welt.
Doch ich, ich bin nun anders,
ich liebe sie, die runde Welt,
und alle die auf ihr leben.

und plagende Gefühle gibt es auch

Danke, du runde Glücklichkeit!

Mödling am 8.8.1995 um 23:00


Über das Schreiben
Ich fühle es,
daß ich schreiben muß.

Schreiben, über das,
was ich erlebe,
was ich fühle,
was ich denke,
was ich sehe.

doch heute ist nichts da,
kein Erleben und Fühlen,
kein Denken und Sehen.

Ich bin leer,
und diese Leere muß ich be-schreiben.

Mödling am 10.9.1995 um 7:44


In Erinnerung an Griechenland
Manchmal, wenn ich ganz hinausschlüpfe aus der Welt hier,
aus dem Alttag, wo ich oft müde und schwach bin.

dann kann ich fühlen,
wie sanft der Wind weht und die griechische
Sonne mich wärmt.

ich höre dann auch
das Meer rauschen, das Lachen der Fröhlichen und das Schnurren der Katzen.

und ich beginne zu riechen,
den Thymian, der in den Bergen von Naxos wächst, und den Knoblauch, der im Tsatsiki war.

allmählich tauchen Bilder auf,
in denen ich lustige Gesichter sehe, die mir Yamas-sagend zuprosten.

schließlich schmecke ich auch
das Salz in meinem Mund, vermischt mit einem fruchtigen Paradeiser, so wie es ihn bei uns nicht gibt.

Und ich bin glücklich, so schöne Zeiten verbracht zu haben,
in die ich immer wieder hineinschnuppern, -fühlen, -hören und auch -schmecken kann.

Mödling am 8.10.95 um 10:45


Urlaubsassoziationen
Urlaub das ist:

in einem Buch schmökern und dabei einschlafen
den Menschen tief in die Augen schauen können
wie ein Schwamm durch die Welt gehen und alles aufsaugen
einfach nur staunen
einen Muskelkater vom Lachen haben
Menschen kennenlernen, die anders und doch so ähnlich sind
sich über den Regen freuen
Neues ausprobieren
ein Kind sein
Traumschlösser bauen

einfach anders leben

Mödling am 8.10.95 um 11:30

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